Eintrag vom 8. Juni 2018

Passt das wirklich?

Ist «meine» Positionierung des #feeef2 wirklich das, was der Markt braucht? Das war eine Kernfrage im Austausch mit Fachleuten in den jüngsten Tagen.

Grosse Digital-Agenturen mögen die Überschneidungen der Kompetenzen mit den Applikationsentwicklern und Designern eher als Redundanz empfinden, die man zugunsten anderer Fertigkeiten und klarerer Profile hätte meiden können, denn in grossen Firmen – sagen wir ab 15 Nasen – sind die Aufgaben und Schnittstellen sehr präzise definiert. Das kann man wohl branchenübergreifend feststellen. Doch kaum jemand kann frisch ab Lehrabschluss «gebrauchsfertig» eingesetzt werden. Es findet immer eine Anpassung, eine Spezialisierung statt: durch den Job selbst, durch eigenes Interesse und/oder durch Weiterbildung. Hier ist «mein» #feeef2 nicht perfekt aber auch sicher nicht verkehrt.

Für Firmen in der Grösse 1 bis 15 Nasen, wo alle etwas enger zusammenarbeiten, sieht das anders aus und wenden wir den Blick gar etwas mehr Richtung Werbe- und Kommunikations-Agenturen dieser Grösse, wird noch deutlicher, dass Überschneidungen in den Fertigkeiten generell sehr gewünscht sind. Es begünstig schlicht die Kommunikation, den Austausch von Ideen, Lösungen. Hier passt «mein» #feeef2 also ganz gut. Fügt man hinzu, dass ein Grossteil der Firmen mit Ausbildungsplätzen und Jobangeboten eher aus dieser «Ecke» kommt, passt das noch besser.

Gut, mit der Grösse selbst hat es weniger zu tun als vielmehr damit wieviele verschiedene Jobs unter einem Dach arbeiten. 10 Applikationsentwickler + 10 Frontender funktionieren anders als 5 Applikationsentwickler + 5 Designer + 5 Frontender + 2 Berater + 3 Texter.

Junge Menschen die mitten in der Berufsfindung stehen, sind selten in der Lage, sich für eine Ausbildung zu entscheiden, die wirklich zu ihnen passt. Zu stark sind alle möglichen Einflüsse rund um sie herum. Da tut es gut, wenn zwischen Design und Technik nochmals ein Angebot aufgeht. Im Hinblick auf eine spätere Spezialisierung sowieso. Da hätten wir im Angebot: Vertiefung im Frontend (da wirds noch einiges geben), Fokus Design oder Applikationsentwicklung oder ein paar Lenze später ein Wechsel in die Beratung.

Fazit: Ich glaube ja.